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Werkzeug

Ganz allgemein versteht man unter einem Werkzeug einen Gegenstand, der nicht zum eigenen Körper gehört, dessen Funktionen jedoch erweitert, um ein unmittelbares Ziel zu erreichen. Unter einem Werkzeugsatz (engl. „Toolkit“) versteht man die Sammlung mehrerer Werkzeuge, die für ein definiertes Tätigkeitsfeld bestimmt sind.

Bei einem solchen Tätigkeitsfeld kann es sich beispielsweise um Einbruch handeln. Zu einem solchen Werkzeugsatz gehören in diesem Falle unter anderem Schraubenzieher, Brechstangen, Dietriche, Zangen, Äxte, Bolzenschneider, oder auch Bohrmaschinen. Viele Amateur- und Gelegenheitseinbrecher haben bei ihren Streifzügen lediglich einen Schlitzschraubenzieher bei sich, mit dem sie schlecht gesicherte Türen und Fenster einfach aufhebeln können. Derlei Einbrüche können bereits durch die Aufrüstung von Einstiegsmöglichkeiten durch mechanischen Einbruchschutz verhindert werden.

Brecheisen

Zusätzliche und gängige Einbruchswerkzeuge stellen neben Brechstangen, die ebenfalls zum Aufhebeln bzw. Aufbrechen von Türen und Fenstern dienen, sogenannte Dietriche dar. Mit Hilfe der kleinen Werkzeuge können Schlösser ohne den Gebrauch eines passenden Schlüssels oder der Beschädigung des Schlosses geöffnet werden. Allerdings erfordert der Umgang mit diesem Werkzeug Übung und Geschick.

Da Amateur-Einbrecher in den meisten Fällen eher mit Gewalt vorgehen, als mit professionellem Geschick, sind Gegenstände zum Aufhebeln gängiger und teilweise scheuen die ungebetenen Gäste auch nicht den Einsatz einer Axt gegen hölzerne Türen. Bolzenschneider finden in der Regel gegen Vorhänge- oder Fahrradschlösser Verwendung. Gängige transportable Schlösser halten einem solchen Werkzeug normalerweise nicht lange stand, weshalb es sich empfiehlt, entweder entsprechend widerstandsfähige Schlösser zu kaufen, oder diese so anzubringen, dass es schwierig ist, sie mit einem Werkzeug zu erreichen.

Beim Werkzeugsatz eines Cyber-Kriminellen handelt es sich normalerweise um immaterielles Werkzeug. Als solches kommen Schadprogramme, wie z.B. Computerviren oder Computerwürmer zum Einsatz. Sie dienen für die Durchführung virtueller Einbrüche, sogenannter Cyberangriffe, in fremde Computernetzwerke und damit einhergehendem Datendiebstahl oder Spionageangriffen.