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Cyberangriff

Unter einem Cyberangriff bzw. einer Cyberattacke versteht man einen elektronischen Angriff von außen, der auf größere Rechnernetze zielt, die für eine spezifische Infrastruktur wichtig sind. Die Attacke erfolgt über eine Netzwerkverbindung und findet fast ausschließlich im virtuellen Cyberraum statt. Ziel eines solchen Angriffs kann es sein, Sicherheitsbarrieren der Systeme zu durchbrechen, um beispielsweise sensible Daten auszuspähen.

Cybercrime Schild

Bei einem solchen Cyberangriff können verschiedene Werkzeuge zum Einsatz kommen. Hierfür eignen sich beispielsweise sogenannte Computerviren oder Computerwürmer. Während die Schadprogramme technologisch teilweise hoch entwickelt sind, tun sich in Bezug auf Abwehr- und Rückverfolgungsmöglichkeiten noch große Lücken auf. Die Ursprünge von Cyberangriffen sind daher oft schwer zu ermitteln. In den meisten Fällen stehen jedoch kriminelle, terroristische oder nachrichtendienstliche Akteure hinter den Angriffen, die zur Informationsbeschaffung genutzt werden.

Opfer der Angriffe sind daher häufig Regierungen, Nachrichtendienste oder Unternehmen. Bei letzteren kommt es häufig zu Erpressungsfällen, bei denen mit der Löschung sämtlicher Daten gedroht wird, sollte das Opfer des Angriffs ein bestimmtes Lösegeld nicht zahlen. Ein Verlust von Daten und der eigenen Computersysteme kann weitreichendere Folgen haben als es zunächst scheint. So zum Beispiel wenn Krankenhäuser oder Banken betroffen sind.

In den letzten Jahren hat nicht nur die Zahl von Cyberangriffen zugenommen, sondern auch deren Komplexität und Professionalität. Aus diesem Anlass wurde das Nationale Cyber-Abwehrzentrum  (NCAZ) gegründet und innerhalb des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik angesiedelt. Es kooperiert unter anderem mit dem BKA und dem Bundesnachrichtendienst. Seine Aufgabe ist es, zur Prävention, Information und Frühwarnung gegen Cyberangriffe auf IT-Systeme der Regierung und der Wirtschaft beizutragen.