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Darknet

Im Darknet finden sich Dienste, die auf Servern gehostet sind, die nur über eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Route durch ein vermaschtes Netz von Zugangspunkten (Routern) erreicht werden können. So schaffen sie die Anonymität, für die das Darknet hinlänglich bekannt ist.

Um das Darknet zu verwenden zu können wird die Installation entsprechender Software vorausgesetzt. Aus dem regulären Netz heraus ist ein Zugriff nicht möglich. Eine Möglichkeit des Zugangs bietet beispielsweise der auf dem Firefoy Browser basierende Darknet-Browser „Tor“.

Der Begriff dieses anonymen Teils des Internets ist bei den meisten Menschen weitgehend negativ konnotiert. In demokratischen Ländern wie Deutschland herrscht die Meinungsfreiheit. Daher kann jeder sich frei im Internet bewegen und seine Gedanken mitteilen, kritische Beiträge verfassen und seine Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen kundtun. Diese Freiheit haben die Menschen jedoch nicht in allen Ländern der Welt. Journalisten und Blogger in Krisengebieten können häufig nur unter dem Deckmantel der Anonymität arbeiten, da sie ansonsten politisch verfolgt und für ihre Berichterstattung bestraft werden. Sie nutzen das Darknet zum sicheren Austausch von Daten und Informationen.

Symbol fürs Darknet
Die dunkle Seite des Internets

Die Anonymität spielt allerdings auch Kriminellen in die Hände. Diese stehen in Verdacht dort:

  • mit Waffen und Drogen zu handeln,
  • Organhandel zu betreiben,
  • gestohlene Kreditkarten weiterzugeben,
  • gefälschte Dokumente und Zahlungsmittel zu vertreiben,
  • Anleitungen und Zutaten für gefährliche Waffen zu (ver)kaufen
  • Terrororganisationen zu betreiben,
  • oder terroristische Anschläge zu planen.

Die Problematik des Darknets liegt in der von Kriminellen schamlos ausgenutzten Anonymität. Sie ist hinsichtlich der freien Berichterstattung eine gute Möglichkeit um Meinungsäußerungen eine Plattform zu bieten. Doch zugleich macht sie die Strafverfolgung nahezu unmöglich. Der Erwerb von Waren (legaler wie illegaler Natur) findet über die Internetwährung Bitcoin statt und unterstützt ebenfalls den Erhalt der Anonymität.

Sich im Darknet aufzuhalten ist grundsätzlich nicht illegal. Doch bei der Inanspruchnahme der dort angebotenen Dienste gilt es Vorsicht walten zu lassen. Denn auch Kriminelle halten nicht zusammen und stellen sich daher gegenseitig Fallen. Viele Seiten sind keine echten Dienste und dienen nur dem Phishing von persönlichen Daten (siehe Datendiebstahl) und der Abzocke. Da die Anonymität auch in Darknet nicht garantiert ist, werden unvorsichtige User schnell zum Opfer anderer Krimineller oder gehen den Behörden ins Netz. Doch je mehr Erfahrung die Nutzer haben, desto schwieriger wird es für die Ordnungshüter, diese im Darknet zurückzuverfolgen und zu identifizieren.