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Einbruch

Unter einem Einbruch versteht man das unerwünschte und unerlaubte Eindringen in fremdes, abgegrenztes Eigentum durch die Überwindung eines Hindernisses oder einer Sicherung. Ein solches Hindernis kann eine abgeschlossene Tür oder ein Zaun mit eingelassenem und verschlossenem Tor sein. In der Regel liegt einem Einbruch die Absicht der Bereicherung an fremdem, insbesondere wertvollem Eigentum zugrunde. Es kann sich dabei um geldliche Mittel, Gegenstände oder Informationen handeln.

Einbruchdelikte werden in Deutschland nicht als solche geahndet. Die strafrechtliche Verfolgung geschieht in Zusammenhang mit den Tatmotiven oder der während des Einbruchs erfüllten Tatbestände. Entsprechend erfolgt eine Verhaftung nicht wegen Einbruchs, sondern wegen Hausfriedensbruch, Diebstahl oder Sachbeschädigung.

In der Vorgehensweise werden in den häufigsten Fällen Türen und Fenster im Erdgeschoss angegriffen. Bei einfachen Schließeinheiten reicht häufig schon einfaches Werkzeug, wie zum Beispiel ein Schraubenzieher, um Fenster von außen aufzuhebeln. Bei einfachen Wohnungstüren reicht häufig schon extreme körperliche Gewalteinwirkung im Bereich des Schlosses aus, um die Tür zu überwinden. Auch das Angreifen einfacher Schlösser mit Bohrern oder Nachschließ-Werkzeug (umgangssprachlich „Dietrich“) sind beliebte Methoden für einen Einbruch.

Was über Einbrüche nicht stimmt

Die häufige Annahme, Einbrecher kämen nur bei Nacht und Nebel, ist häufig falsch. Obwohl der Schutz der Dunkelheit verlockend ist, wählen die meisten Einbrecher bevorzugt einen Zeitpunkt, zu dem sie sicher sein können, dass niemand sich im Einbruchsobjekt aufhält. Häufig beobachten sie das Objekt und seine Bewohner eine Weile, bevor sie sich für einen günstigen Moment entscheiden. Um die Vorteile eines Einbruchs bei Dunkelheit dennoch nutzen zu können, verüben die Eindringlinge ihre Tat vermehrt in den dunklen Wintermonaten, wenn die Sonne früh untergeht und viele Menschen noch bei der Arbeit oder mit Freunden unterwegs sind. (siehe auch: Mythen über Einbrecher)

Die Aufklärungsquote von Einbruchsdelikten liegt in Deutschland bei ca. 15% und zeigt eine sinkende Tendenz auf, während die Zahl der Einbrüche konstant steigt. Daher sind präventive Maßnahmen wie die Aufrüstung der Einbruchschwachstellen, wie Türen und Fenster, und der Einbau einer Alarmanlage durchaus sinnvoll. Schon einfache Maßnahmen wie die Steuerung der Außenbeleuchtung durch Bewegungsmelder  oder Anwesenheitssimulation bei längerer Abwesenheit können eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher haben.