Skip to content

Glasdurchgriff

Der sogenannte Glasdurchgriff ist eine Methode, die von Einbrechern genutzt wird, um in fremde Wohnungen und Häuser einzudringen. Dabei verzichten sie darauf, Türen oder Fenster mühsam aufzuhebeln. Stattdessen schlagen sie nahe des Fenster- oder Terrassentürgriffs ein Loch in die Scheibe und greifen durch dieses hindurch, um das Fenster oder die Tür von Innen zu öffnen.

Loch im Türglas
Glas wurde eingeschlagen, um die Innenverriegelung zu lösen

Zwar erspart diese Vorgehensweise den Einbrechern ein wenig Kraftaufwand, da das Einschlagen der Scheibe weniger Energie erfordert als das Aufhebeln. Allerdings ergeben sich auch zwei wesentliche Nachteile:

  1. Der beim Einschlagen der Scheibe entstehende Lärm erhöht das Risiko entdeckt zu werden.
  2. Die scharfen Kanten des entstehenden Loches bergen ein erhöhtes Verletzungsrisiko und somit auch die Gefahr, Blutspuren am Tatort zu hinterlassen.

Aus diesen Gründen wird der Glasdurchgriff von Einbrechern weniger häufig durchgeführt als beispielsweise das Aufbrechen der Wohnungstür. Laut polizeilicher Statistiken wählen tatsächlich nur 10% der Täter diese Methode. Dennoch können abschließbare Fenstergriffe oder einbruchhemmende Verglasung Schutz vor dieser Vorgehensweise bieten. Diese und weitere Maßnahmen zählen zum mechanischen Einbruchschutz.