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Patch

Das Wort „patch“ stammt aus dem Englischen und bezeichnet einen Flicken oder eine Nachbesserung. Im IT-Bereich spricht man von einem Patch, wenn in einer Software eine Sicherheitslücke entdeckt wird, die durch kleine Veränderungen im Programmcode geschlossen wird. Das Programm wird also an dieser Stelle „geflickt“.

Ihren Ursprung haben die Patches aus einer Zeit, in der Datenverarbeitung über sogenannte Lochkarten stattfand. Die Dateninhalte wurden über einen Lochcode verschlüsselt und von elektro-mechanischen Geräten erzeugt und gelesen. Fehler in den hier verarbeiteten Informationen wurden durch Abkleben mit tatsächlichen, physischen Flicken ausgebessert. Nachdem die Lochkarten-Technik durch Magnetbandtechnik abgelöst wurde und sich immer schneller entwickelte handelte es sich schnell nur noch um digital ausgebesserte Codes, doch der Begriff des Patch blieb.

Zwei geflickte Löcher in einer Jeanshose
Sicherheitslücken in Software werden im übertragenden Sinne geflickt

Im weitesten Sinne kann in diesem Zusammenhang auch das Fehlen einer Funktion in einem Programm als Fehler betrachtet werden. Kleinere Funktionen werden teilweise ebenfalls mit Hilfe von Patches nachgerüstet. Dem normalen Verbraucher sind diese Patches als Updates bekannt, die Programme und Applikationen um Funktionen erweitern oder auch schmälern.

Wenn ein Patch dazu gedacht ist, Fehler im Quellcode des Programmes zu beheben, die ansonsten für Fehlfunktionen sorgen könnten, spricht man von einem „Bugfix“. Handelt es sich um eine sehr eilige Fehlerbehebung für ausführbare Programme bzw. Betriebssysteme, die aber keine neuen Funktionen bringt, spricht man von einem „Hotfix“.

Egal ob es sich um einen Patch für den Quellcode handelt, der nur einige geänderte Zeilen im Programmcode enthält, oder ob es sich um einen Patch für ein Binärprogramm handelt, der in der Regel eine ganze Datei durch eine neue Version ersetzt – kein Programm ist perfekt, wenn es aus der Entwicklung kommt. Denn oft offenbaren sich Fehlfunktionen erst in der tatsächlichen Anwendung, sodass die Programmierer auch auf das Feedback der Anwender angewiesen sind. Aber davon abgesehen versuchen Hacker konstant die Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen und die Entwicklung der Technik lässt Programme schnell veralten. Daher kommt keine gute Software ohne Patches aus.