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Kriminalprävention

Unter Kriminalprävention versteht man Maßnahmen, die vorbeugend kriminelle Aktivitäten einschränken sollen. Die Maßnahmen sind bedarfsgerecht von der Zielsetzung abhängig. Somit kann man drei Ebenen der Kriminalprävention festlegen (primäre, sekundäre und tertiäre), die sich wiederum auf drei Zielgruppen beziehen: (potenzielle/reale) Täter, Situationen oder mögliche Tatörtlichkeiten und Opfer.

Primäre Prävention:

Die Voraussetzungen für das Entstehen von Kriminalität sollen eingedämmt werden. Typische Maßnahmen wären z.B. die Stärkung des Rechtsbewusstseins oder Beseitigung von Sozialisationsdefiziten, um den Antrieb für eine Straftat einzudämmen. Für mögliche Tatörtlichkeiten kann präventiv auf kriminalitätsabwehrende Architektur zurückgegriffen werden. Um die Allgemeinheit zu schützen, wird generell Aufklärung betrieben, diese kann auch Informationen über technische Sicherungsmaßnahmen enthalten.

Sekundäre Prävention:

Tatgelegenheiten sollen reduziert werden. Potentielle Täter sollen durch gezielte Unterstützung (z.B. Familienhilfe, Erziehungsberatung, Schuldenberatung, Streetworker) von der Ausübung einer Tat im Vorfeld abgehalten werden. Die möglichen Vorkehrungen für Objekte beziehen technische Mittel, wie Alarmanlagen oder Kameras mit ein, um den Tataufwand zu erhöhen. Unter diese Maßnahmen fällt aber auch die Information der Nachbarn, dass man im Urlaub ist. Die besonders gefährdeten Personen (z.B. Taxifahrer, Bankangestellte, Flugpersonal) sollen nach der sekundären Ebene eine Schulung erfahren, um potentielle Gefahrensituationen richtig zu bewältigen.

Tertiäre Prävention:

Erneute Straffälligkeit soll unterbunden werden. Resozialisierung Angebote, wie eine Berufsausbildung im Gefängnis sollten die verurteilten Täter die Wiedereingliederung in die Gesellschaft erleichtern. Bekannte Tatörtlichkeiten („hot spots“) sollen durch gezielte polizeiliche Maßnahmen entschärft werden. Die Opfer sollen betreut und beraten werden, aber auch spezielle Schutzmaßnahmen (z.B. Frauenhäuser) fallen in den Bereich der tertiären Prävention.